Süddeutsche Zeitung Nr. 220 /Seite 59
MÜNCHNER KULTUR
Donnerstag, 24. September 2009

 

Das in Berlin lebende Künstlerpaar Römer & Römer reist gerne durch die Welt, macht Fotos und malt sie danach in gemeinsamer Arbeit in Öl auf große Leinwände: Die Ergebnisse erinnern an die Maltechnik der Spätimpressionisten und des Pointillismus', denn die Bilder setzen sich zusammen aus einzelnen Farbrasterpunkten, die erst aus einiger Entfernung ein Bild ergeben. Auch an die Pixel eines Computerbildes mag man sich erinnert fühlen, und das ist durchaus gewollt in der Kunst von Römer & Römer, denn schließlich sind digitale Fotos auch die Grundlage ihrer Arbeit.
Ihr neuester Werkzyklus ist jetzt in der Galerie Kampl zu sehen. „Second life in Peking" heißt er, und Römer & Römer haben dabei in erster Linie Jugendliche abgebildet, die Szenen der Peking-Oper in unkonventionellen Kostümen und moderner Kleidung nachstellen. Wie in vielen Werken der beiden begegnen sich also Tradition und Moderne in einem klassischen Bildaufbau: Das Ergebnis sind faszinierende Gemälde, die unterschiedlichste Assoziationen hervorrufen. Zur Ausstellung ist ein kleiner Katalog erschienen;:die:neuen Arbeiten werden ergänzt durch einige großformatige, ältere Werke. (Buttermelcherstraße 15, bis 31.Oktober,dienstags bis samstags 12-18 Uhr.) FRANZ K0TTEDER

 

 

Fenster schließen - close window