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  • Radical Rituals. Temporäre Gemeinschaften

Port 25, Raum für Gegenwartskunst, Mannheim

19/09 -01/11/2020

Künstler: Art Ashram, Imran Channa, Susanna Flock, Römer + Römer, u.a.

Kuratiert von Yasemin Keskintepe und Stefanie Kleinsorge

In Kooperation mit der Akademie Schloss Solitude

Welche Potentiale bieten zeitlich begrenzte soziale Gemeinschaften angesichts der gesellschaftlichen Herausforderungen, denen wir gegenüberstehen? Welche Formen der Zusammenkunft, des Arbeitens, der Kommunikation und des kollektiven Handelns bestehen, und wie können diese in der Gesellschaft realisiert werden? Diesen Fragen geht die Ausstellung nach und untersucht dabei die vielfältigen Anlässe und Orte sowie die unterschiedlichen Konventionen und Praktiken sozialer Zusammenkünfte.

Die gegenwärtige gesellschaftliche Spaltung führt europaweit zu nationalistischen und populistischen Tendenzen, die eine Politik der Abschottung und Konfrontation betreiben, anstatt, im Sinne der Europäischen Gemeinschaft, auf Koalition und Austausch zu setzen. ,,Radical Rituals” fragt nach Gegenentwürfen, die auf die Unbeständigkeit, Ungewissheit und Komplexität in der Gesellschaft nicht eindimensional reagieren, sondern versuchen, den ökologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Herausforderungen der Gegenwart gemeinschaftlich zu begegnen. Zugleich wird die Ausstellung zur Experimentierplattform, auf der ganz unterschiedliche Gemeinschaften in einen transdisziplinären Austausch treten, um Formen des Zusammenkommens und -lebens zu untersuchen. Das Format der kuratierten Ausstellung wird zugunsten einer offenen Nutzung durch Besucher*innen und freie Gruppen erweitert. Die Ausstellung basiert auf einem gemeinsamen Konzept mit der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart, deren Stipendiat*innen sich während ihrer Residenz mit den Themen und Inhalten des Projekts auseinandersetzen und am ausstellungsbegleitenden Diskussions- und Workshop-Programm mitwirken.

Der Ausstellungstitel zitiert das Burning-Man-Festival, bei dem in der Wüste von Nevada jährlich für acht Tage eine temporäre Stadt entsteht, die von 70.000 Personen gebaut und bewohnt wird. Im Jahr 2017 fand das Festival unter dem Titel „Radical Rituals” statt und war Auslöser für die Werkserie „Burning Man – Electric Sky” des Künstlerduos Römer + Römer.

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